Kritische Psychologie

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Wer sind wir?
Die Initiative besteht als Gruppe Psychologie-Studierender und anderer Interessierter. Gegründet wurde sie angesichts des Umstands, dass die Kritische Psychologie (und generell Ansätze abseits von experimentell-statistischer Forschung) in Marburg weder in Lehre noch in Forschung vertreten sind. Anliegen war es also, sich Begrifflichkeiten und Ansätze der Kritischen Psychologie außeruniversitär gemeinsam anzueignen, sowie sich mit den vorherrschenden behavioristischen Inhalten und häufigen Biologismen kritisch auseinanderzusetzen. Dies geschah bisher in Form von Autonomen Seminaren, Lesekreisen etc.

Was ist die Kritische Psychologie?
Die Kritische Psychologie entstand als Teil der Studenten- und Demokratiebewegung in den 60er Jahren und war lange Zeit am Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin, sowie an vielen anderen Hochschulen im Lehrplan fest verankert. Als ihr Begründer gilt Klaus Holzkamp.
Die Kritik an der vorherrschenden Psychologie verweist u.a. darauf, dass diese in ihren theoretischen Modellen historisch-gesellschaftliche Einflüsse auf die menschliche Psyche unbeachtet lasse und somit die Relevanz der gesellschaftlichen Natur des Menschen in ihren Konzepten und Therapieansätzen ignoriere.
Ein weiteres wesentliches Moment der Kritischen Psychologie ist ihre Kritik an den Methoden der vorherrschenden Psychologie. Durch das Arrangement des Experiments und Begriffe wie Reiz, Reaktion bleiben die Gründe für menschliches Handeln inhalts-leer und unverständlich. Dem setzt die Kritische Psychologie den Begriff des „Subjektstandpunktes“ entgegen.

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